Blog Image

Skippertricks - der Skipper Blog

.

Aktuelles für den Skipper

Auslöser der Seekrankheit und was man dagegen tun kann

Skippertricks Posted on 21 Aug, 2019 14:27:38

Für viele Erstmitsegler/innen ist Seekrankheit die größte Angst!

Und Angst ist m.E. auch Auslöser der Seekrankheit.

Seekrankheit entsteht, weil das Gleichgewichtssystem im Ohr mit den Informationen, die es vom Körper erhält (Umwelt wackelt) nichts anfangen kann. Daher wird einem schlecht, man wird müde und will sich hinlegen, meist muß man sich auch übergeben…

Oft wird dies auch ausgelöst durch die Angst, das Schiff könne (beim Segeln) umfallen, und schwupps: Fehlmeldungen ans Gehirn.

Unerfahrene Mitsegler/innen hoffen oft, durch Motorfahrt würde es besser – das ist aber eine Fehleinschätzung, denn: in Motorfahrt bewegt sich das Schiff sowohl entlang seiner Längs- als auch seiner Querachse, es “dreht” sich also, was zu viel mehr Irritation des Gleichgewichtssystemes führt, als beim Segeln, wenn der Winddruck die Querbewegung reduziert, und das Schiff nur entlang der Längsachse schaukelt (zudem ist Motoren bei viel Wind oft langsamer, als Segeln, man “leidet” also länger!). Aber da die Yacht beim Segeln “schräg” liegt, denken Viele, daß es besser würde, wenn sie wieder “gerade” ist (=motort wird).

Wenn man sich einmal die Druckverhältnisse beim Segeln anschaut und nach einer Erklärung dazu weiß, daß eine moderne Segelyacht kaum “umfallen” (kentern) kann, gewinnt schnell die Erkenntnis, daß “schräg Segeln” keinen Grund zur Unsicherheit bietet, im Gegenteil. Oft geht es dann besser oder das Unwohlsein verschwindet völlig. Zwar kann Seekrankheit dann bei zunehmendem Seegang durchaus wieder auftreten, manchmal auch nur für kurze Zeit, aber bei den Verhältnissen, die wir an Bord unserer Yachten “normalerweise” erleben, geht es den meisten bald besser, wenn sie das wissen und sich langsam an die Schiffsbewegungen gewöhnen (können).

Chemische Präparate gibt es in jeder Apotheke, die nutzen jedoch nur etwas, wenn man die VOR Start der Tagesetappe nimmt. Zwar wird einem vielleicht nicht oder weniger schlecht, dafür läuft man immer “wie in Watte” herum, auch NACH dem Anlegen bleibt man “gedämpft”.

Daher bin ich kein Freund solcher Mittel, und empfehle, erst einmal auszuprobieren, wie man ohne zurechtkommt.

Denn: Das Gleichgewichtssystem “lernt” meistens recht schnell mit der neuen Umgebung variabel umzugehen, zudem haben wir mit Akkupressurarmbändern (im Segler-Fachhandel) sehr gute Erfahrungen gemacht! Ob die nun physiologisch oder nur “psychologisch” wirken, ist ja egal – was wirkt, wirkt…
Dasselbe gilt für diverse andere “Geheimtios”, die mal wirken, und mal nicht. So kursiert der Tip, man solle sich einen Gehörgang mit einem Wattebausch oder gerollten Tempo verstopfen – das würde helfen. Ausprobiert habe ich es noch nicht, aber wenn es als (psychologisches) Placebo wirkt…nur zu, schaden kann es nicht.

Ein Trost für Seekranke: kaum ist die Yacht ruhig im Hafen, rennt der/die eben noch seekranke Segler/in in die nächste Taverne und futtert mit Heißhunger, da es ihm SOFORT wieder gut geht, wenn das Gehirn wieder “richtige” Informationen bekommt, wo “oben” und wo “unten” ist!

Ersten Symptomen der Seekrankheit wie Gähnen, erstem Schwindelgefühl, flauem Magen, sollte man sofort richtig begegnen, zunächst mit einer entsprechenden Vorbereitung: vorherige Nahrung richtig zusammenstellen, Rotwein (und auch sonst Alkohol) meiden. Wenn man erst einmal merkt, daß man seekrank wird, iste s meist zu spät – übrigens auch für Medikamente! Da muss man dann durch.

Wenn man es überhaupt nicht in den Griff bekommt, kann man immer noch vor (!!) dem nächsten Auslaufen mit Tabletten den restlichen Törn überstehen.

Medikamente: oft empfohlen wird das histaminabbauende Cinnarizin, welches es rezeptfrei in der Apotheke gibt. In Kombination mit Vitamin C (auch in Tablettenform) kann das durchaus helfen, zumindest Symptome mindern.

Scopolamin, das meist gegen Seekrankheit benutzt wird, hat keine histaminabbauenden Substanzen, sondern wirkt lediglich dämpfend! (und eben leider auch NACH Ankunft im Hafen…)

Histamin –  wo kommt es her, was dagegen tun?

Histamin ist ein “biogenes Amin”, das durch den bakteriellen Abbau der Aminosäure Histidin ensteht.

Blockiert (oder reduziert)  man die Histamin-Produktion im Gehirn, tritt Seekrankheit nicht auf.

Schweine werden nicht seekrank, denn diese haben  ein Enzym namens DAO, welches Histamin neutralisiert. Es nutzt jedoch nichts, sich lediglich wie ein Schwein aufzuführen…*Spässle*

Also sollte man   histaminhaltige Nahrung meiden (siehe unten) bzw . solche Nahrung zu sich nehmen, die Histamin abbaut.

Stress (z.B. Angst auf dem Schiff) führt ebenfalls zur Ausschüttung von körpereigenem Histamin

Histaminhaltig sind: Spinat, Tomaten, Rotwein, Bier und Weizenbier, haltbar gemachte Nahrung wie Salami, Hartkäse, Dosen-Thunfisch, Ketchup, Pizza usw.

Histaminarm sind frischer Fisch und Fleisch, Frischkäse, Obst

Vitamin C baut Histamin am schnellsten ab! Daher empfiehlt sich, Vitamin-C-reiche Nahrung essen und histaminhaltige Nahrung vermeiden. Also kann man auch Orangen, Kiwi oder Äpfel gut essen, das hilft – übrigens auch durchaus lindernd, wenn man schon Symptome bemerkt!

Es ist also nicht der Sehapparat alleine, der Seekrankheit ausmacht, denn auch Blinde können seekrank werden. Die Ursache der Seekrankheit hat  auch mit dem Gleichgewichtssinn und den gleichzeitig von Auge und Gleichgewichtsapparat ans Gehirn gelieferten, aber inkonsistenten Informationen zu tun. Sind diese Informationen nicht stimmig, wird man irritiert=seekrank

Keine Sorge: die Yacht kippt nicht um! Eine große Hilfe ist es, wenn man die physikalischen Abläufe auf und mit einem Schiff versteht: warum wird es jetzt schräg, aber warum kann es nicht umfallen, im Gegenteil: es wird stabiler… Also machen Sie sich mit dem  physikalischen Ablauf der Schiffsbewegungen vertraut.

Vorteilhaft ist es,

  • mittschiffs in Fahrtrichtung stehen, dies kann Seekrankheitssymptome   vermeiden oder mildern.
  • Gehen Sie ans Ruder, fixieren Sie einen festen Punkt (Land) am Horizont.
  • Kauen Sie z.B. trockene, salzhaltige Kekse oder Zwieback,
  • trinken Sie stilles !) Wasser.
  • Nicht Lesen,
  • nicht runtergehen
  • bzw. wenn, dann schiffsmittig hinlegen
  • für Frischluftzufuhr sorgen und
  • Eimer bereitstellen
  • Küchentücher und
  • stilles Wasser.

Sollten Sie Erbrechen, sofort wieder Trinken und Kekse oder Zwieback kauen, damit der Magen  nicht leer wird. Mit leerem Magen erbricht man Magensäure und hat erhebliche Schmerzen.

Wenn Sie auf Deck bleiben, was ohnehin besser ist, SOFORT Lifebelt und Schwimmweste anziehen und sicher anleinen. Eine nicht seekranke Person muss (!) sie betreuen

Eine interessante Untersuchung hat Prof.Dr.Reinhart Jarisch in seinem Buch “Histamin-Intoleranz – Histamin und Seekrankheit” veröffentlicht.

In einem Artikel in der deutschen Seglerzeitschrift YACHT 1/05 S.34-39 werden die wesentlichen Auszüge dargestellt.

Yachtango Yachtcharteragentur


Was ist ein MEDICANE!

Skippertricks Posted on 27 Sep, 2018 11:54:01

Während man im Atlantik HURRICANES kennt und fürchtet, ebenso im Pazific CYCLONE sind die MEDICANE ein neues Phänomen, welches im MIttelmeer auftritt, wenn das Wasser sehr warm geworden ist und die herbstliche Luftabkühlung auftritt.
Es kommt zu sehr heftigen, hurricane-ähnlichen Windsystemen, deren Zugbahnen gekennzeichnet sind von oft extrem heftigen Zerstörungen.

Ich habe daher einige Windwebsites hier gesammelt, so dass man sich auf dem Laufenden halten kann:

Aus Griechenland kennt man POSEIDON [klick]

Hervorragende Vorhersagen liefert auch WINDY

Und auch Medicane

Yachtcharteragentur Charterpartner
über 30 Jahre Erfahrung im Yachtcharter



Über die Reling gepinkelt…

Skippertricks Posted on 18 Feb, 2015 11:45:51

Haben Sie schonmal über die Reling gepinkelt?
Klar, wer nicht…

Und alle wissen “eigentlich” auch, dass man das nicht tun sollte, und zwar deswegen, weil man plötzlich ohnmächtig werden kann, ins Wasser fällt und ertrinkt.
Immer wieder findet man ertrunkene Segler, die mit offener Hose im Wasser treiben – Opfer ihrer eigenen Faulheit und Ignoranz!

Denn die MIKTIONSSYNKOPE, so nennt sich das plötzliche Ohnmächtigwerden beim nächtlichen Wasserlassen kann Sie jederzeit treffen und Sie haben KEINE CHANCE, wenn Sie ins Wasser fallen!

Ich segle seit über 25 Jahren und hatte natürlich auch diese Story parat.
Seit letztem Samstag morgen 4 Uhr bin ich zu der drastischen Erkenntnis gekommen, bei mir an Bord tatsächlich ausdrücklich darauf hinzuweisen und es selbst auch nicht mehr zu machen, vor allem nicht im Stehen!

Ich war zu schnell aufgestanden, begab mich zur Toilette – mitten im Geschäft befiel mich plötzlich ein schwummeriges Gefühl, ich wollte noch schnell zurück ins Bett, und dann: spürte ich noch, wie die Türklinke in mein Gesicht knallte und als ich wieder zu mir kam, war alles voller Blut.

Wär mir das an Bord passiert, wär ich tot.


Das Erschreckende: man hat KEINE CHANCE, irgendetwas zu tun – die Ohnmacht kommt in Sekundenbruchteilen und in meinem obigen Fall fiel ich ungebremst und ohne schützend meine Hände heben zu können – gefällt wie ein Baum – und knallte dadurch auf die Türklinke, daher die Verletzungen, stark geschwollene Nase, Schürfwunden wie zu sehen, tagelang hat die Nase geblutet.

In diesem Sinne: lieber das Bord-WC-benutzen und sitzen , und wenn man schon über die Reling Wasserlassen möchte, dann besser so, dass man NICHT STEHT, sondern auch sitzt oder kniet, und schlimmstenfalls nach hinten und nicht über Bord fällt!
Ich hab´s gelernt für mein Leben – merken auch Sie sich diesen dringenden Ratschlag!

Übrigens: es ist auch ratsam, sich danach baldigst ärztlich per EKG und Blutdruckmessung durchchecken zu lassen, gerade öfters auftretende Schwindelanfälle können ein Hinweis auf Herzinfarkt oder Schlaganfall sein!

Nachtrag: es macht Sinn, sich vorher Gedanken zu machen, was man machen könnte, wenn man das Bord-WC nicht benutzen möchte, was Manchen beim Segeln schwerfällt und die Gefahr von Seekrankheit fördert. Eine Methode ist auf jeden Fall Hinsetzen, auch draßen.
Beim Segeln kann man entweder auf die im Cockpit befindliche Lenzöffnung “bieseln” und mit Meerwasser oder per Duschschlauch nachspülen, oder Flaschen mit großem Flaschenhals verwenden, die man dann nach Lee(!!) entleert.

Yachtango Yachtcharteragentur



Der nichtfunktionierende Bordkühlschrank

Skippertricks Posted on 18 Aug, 2013 17:18:47

Gerade im Hochsommer häufen sich die Klagen von Chartercrews, dass die Bordkühlschränke der Charteryachten nicht funktionieren…
In den allermeisten Fällen liegt es aber nicht am Kühlschrank, sondern an einer Fehleinschätzung der (vor allem nautisch unerfahrenen) Mitsegler/innen:

a.) die eingekauften und zu kühlenden Waren werden einfach in den Kühlschrank gestellt, und derselbe eingeschaltet. Da die Waren oft Lufttemperatur haben, also 30 und mehr Grad, ist es technisch unmöglich, dass ein kleiner Bordkühlschrank dieses große Volumen in allerkürzester Zeit runterkühlt.
Wenn dann noch (durstige) Mitsegler/innen den Kühlschrank dauernd aufmachen, und die Getränke durch neue warme Flaschen ersetzen, ist dies ein unendlicher und für den Kühlschrank kaum zu schaffender Effekt!

b.) kaufen Sie einen Eisblock und legen Sie diesen als “Vorkühlung” unten in die Kühlbox/en.

c.) stark zu kühlende Getränke sollten direkt darauf gelegt werden, Wein eine Etage höher, bzw. wenn das Wasser nicht so warm ist, kann man diesen auch in der Bilge stauen (gut polstern!)

d.) Nicht alle 128 Dosen Bier auf einmal in den Kühlschrank,sondern nur eine Tagesration und jeweils nachfüllen, was man gerade entnimmt.

e.) Wasser zum Kaffeekochen muss man nicht erst runterkühlen, um es dann wieder zwecks Kaffee zu erwärmen…(kommt sehr häufig vor)
In den Kühlschrank kommt also nur, was man auch kühl trinken möchte.

f.) Nicht die ganze Flasche rausnehmen, draußen stehen lassen und dann (aufgewärmt) den Rest zurück in den Kühlschrank, sondern die Trinkmenge in ein Glas und die (dann ja noch kühle) Flasche wieder zurück in den Kühlschrank.

g) andere Lebensmittel wie Wurst, Gemüse usw. so stauen, dass man diese nicht erst rausnehmen muss, um an die Getränke zu kommen. Hilfreich sind dabei Tupperboxen.

h.) den Kühlschrank nicht (mit warmen) Produkten überladen

i.) möglichst (teilweise) vorgekühlte Getränke kaufen, und diese schnellstens in den Kühlschrank legen – immer wieder sieht man, wie gekühlt gekaufte Produkte in der heissen Sonne am Steg langsam erwärmen…

J.) Überschätzen Sie den Kühlschrank also nicht und vor allem bedenken Sie, dass dieser entweder nur vom Motor per Kompressor betrieben wird, oder – auf neueren und größeren Yachten meistens – extra Batterien hat, die aber auch nicht unendliche Kapazitäten haben!

k.) Haben Sie den Eindruck, dass der Kühlschrank nicht ausreichend kühlt, reduzieren Sie (zunächst) die Befüllung auf das Nötigste, und füllen Sie erst nach, wenn der Kühlschrank heruntergekühlt ist.

Wenn all diese Vorschläge nicht fruchten, und das Kühlaggregat weiter warm bleibt, sollte man Sicherung und Schaltungen überprüfen -nicht selten muss man den Kühlschrank gesondert zuschalten, weil er sonst die Verbraucherbatterien leersaugt, bzw. neu einschalten, wenn eine entsprechende Tiefentladungssicherung abgeschaltet hatte.

Manchem mag das als Binsenweisheit vorkommen – wir sehen immer wieder obige Gründe und stellen einwandfreies Funktionieren der Kühlschränke fest, wenn man diese richtig bedient und befüllt…

Yachtango Yachtcharteragentur



Schalthebel blockiert

Skippertricks Posted on 18 Jul, 2013 11:21:10

durch zu heftiges Reissen am Schalthebel (vor/zurück) kann der darin befindliche kleine Splint brechen und dann blockiert der Schalthebel, man kann – scheinbar – den Gang nicht mehr rein oder rausnehmen.
Das kann in einer kniffeligen Situation durchaus gefährlich werden.

Zunächst ist zu sagen, dass man vermeiden sollte, zu heftig und hektisch/schnell am Schalhebel zu reissen, um diesen Bruch zu vermeiden, sondern immer langsam zu drücken oder zu ziehen und immer einen “Seufzer” zwiwchen vor und zurück einzulegen…

Ist das Malheur passiert, schickt man einen Mann (Frau) unter Deck – direkt am Motor befindet sich das Getriebe, welches mittels Drahtseilzug mit dem Schalthebel verbunden ist.
Wenn man nun am Hebel DIREKT zieht oder drückt, reagiert das Getriebe entsprechend.
Mit einem 2.Mann(Frau) als “Relaisstation” kann man die gewünschte Drehzahl von oben regeln und so unter Maschine anlegen

Yachtango Yachtcharteragentur



Was passiert in diesem Blog?

Skippertricks Posted on 07 May, 2013 17:33:56

Beckenbauer sagte einst:” Schaumermaldannsehmerscho”

Ich werde mir hier mehr oder weniger sinnvolle Gedanken von mir als Skipper, über mich als Skipper, über andere Skipper und Sinnvolles, Moralisches, Philosophisches zum Dasein als Skipper machen.

Das “Segelheipopei”

auf Messen, aber auch an Seglerstammtischen und in Seglergesprächen habe ich kennengelernt, mich manchmal amüsiert, manchmal auch mitgemacht.

Mit der Zeit ist mir aber aufgefallen, dass der ganze Zinnober, den einige goldbeknopfte Prinz Heinrich Mützen Träger (und seien die auch nur im Geiste) sich überlebt hat.

Heute segelt der normale Freizeitbürger.
Der oder zunehmend auch die will als Skipper/in eine entspannte, schöne Zeit verleben und das Schiff, die Umstände an Bord, Land und Leute und das Abenteuer der Seefahrt geniessen, und nicht gegen die Naturgewalten kämpfen.

Für diese ist

www.skippertricks.de entstanden, und ich werde diese website sukzessive weiterentwickeln, mal schneller, mal langsamer, mal mehr, mal weniger, mal kurz und knapp und oft wortreich.

Skipperinnen und Skipper sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen – mit Kommentaren, Beiträgen, Vorschlägen, Bildern.

Yachtango Yachtcharteragentur



Über den Autor dieses Blogs

Skippertricks Posted on 07 May, 2013 17:31:16

Als Skipper habe ich weit über 25.000 sm im östlichen Mittelmeer im Kilewasser. Teils mit (zahlenden) Gästen, also als Mitsegel- und
Kojencharterskipper, teilweise alleine Einhand und – am Liebsten – mit Familie, Kindern und Freunden.

Immer lege ich Wert auf pragmatisches Segeln. Das bedeutet:  ich kämpfe nicht gegen den Wind, sondern suche ihn, seine Richtung und Stärke zum
Erreichen eines Zieles zu nutzen, diese kann dann aber auch durchaus woanders liegen, als ursprünglich gedacht – der Wind bestimmt.

Gentlemen don´t tack – diese Weisheit eines alten englischen
Weltumseglers, der einst in Marmaris in der Türkei hängengeblieben war, ist auch heute meine möglichst einzuhaltende Maxime.

Weltumsegler bin ich nicht, mich lockt auch nichts über den weiten Ozean.

Es mag sein, dass es “da draußen” viele tolle Sachen zu entdecken gäbe.

Sei´s drum.

Ich entdecke gerne immer wieder das Gleiche.
Und jedesmal erfreut es mich, eine neue Facette zu erleben – wie beim wiederholten Lesen eines Buches – die Story ist dieselbe, aber die Impressionen können stark variieren…
Ich wundere und freue mich, wie ich nach Jahren tatsächlich immer wieder an altbekannten Plätzen neue Erfahrungen mache, neue Gesichter kennenlerne und besonders gerne alte Bekannte wiedertreffe. Oft vergehen Jahre, bis ich wieder an eigentlich nette Plätze zurückkehre – es gibt – vor allem an der türkischen Küste und in den Kykladen – jedoch so viele Alternativen… ich muss und will nirgends anders hin.

Das ewige Jagen nach einem noch größeren thrill ist es nicht, was ich im
Segeln finde, eher die Ruhe, die Möglichkeit, jederzeit woanders hinschippern zu können, und mir dabei aussuchen zu können, ob es laut und partymässig, sophisticated und edel, oder eher ruhig, bodenständig, familiär und deutlich entspannter zugehen soll.

Sicher ist dieses Revier Mittelmeer und insbesondere eben Kykladen,Ägäis und die türkische Küste eines der schönsten, wenn nicht das schönste Segelgebiet der Welt – denn warum sonst kehren eigentlich alle, die von dort aufbrechen und in die weite ozeanische Welt hinaussegeln, nach oft schon kurzer Zeit zurück?

Das ewige Jagen nach einem noch größeren Kick ist es halt nicht, was ich im Segeln finde, eher die Ruhe, die Möglichkeit, jederzeit woanders hinschippern zu können, und mir dabei aussuchen zu können, ob es laut und partymässig, sophisticated und edel, oder eher ruhig, bodenständig, familiär und deutlich entspannter zugehen soll.
Und nicht selten liegt die Ruhe in nur der nächsten Bucht, oder nette Bekanntschaften und Freundschaften bestehen über Jahre und Jahrzehnte – viele heute Erwachsene kenne ich noch als Kinder. Schön, die bei uns oft verlorengegangene familiäre und auch soziale Verbundenheit fast in ihrer ursprünglichen, authentischen Lebensart immer wiederzutreffen!

Mit meinen Kontakten und Kenntnissen aus über 30 Jahren Segelei vermittle ich gerne anständig und seriös arbeitende Charterfirmen und deren Yachten an Charterer.

Yachtango Yachtcharteragentur