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Skippertricks - der Skipper Blog

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Aktuelles für den Skipper

LAVRION Technischer Service

Revierinfo Griechenland Posted on 24 Aug, 2019 13:56:59

Bei technischen Problemen oder Fragen kann man Nicos vom SERVICEPOINT LAVRION kontakten: Tel. +30 693 248 6126
website http://www.servicepointlavrio.gr/en/



Auslöser der Seekrankheit und was man dagegen tun kann

Skippertricks Posted on 21 Aug, 2019 14:27:38

Für viele Erstmitsegler/innen ist Seekrankheit die größte Angst!

Und Angst ist m.E. auch Auslöser der Seekrankheit.

Seekrankheit entsteht, weil das Gleichgewichtssystem im Ohr mit den Informationen, die es vom Körper erhält (Umwelt wackelt) nichts anfangen kann. Daher wird einem schlecht, man wird müde und will sich hinlegen, meist muß man sich auch übergeben…

Oft wird dies auch ausgelöst durch die Angst, das Schiff könne (beim Segeln) umfallen, und schwupps: Fehlmeldungen ans Gehirn.

Unerfahrene Mitsegler/innen hoffen oft, durch Motorfahrt würde es besser – das ist aber eine Fehleinschätzung, denn: in Motorfahrt bewegt sich das Schiff sowohl entlang seiner Längs- als auch seiner Querachse, es “dreht” sich also, was zu viel mehr Irritation des Gleichgewichtssystemes führt, als beim Segeln, wenn der Winddruck die Querbewegung reduziert, und das Schiff nur entlang der Längsachse schaukelt (zudem ist Motoren bei viel Wind oft langsamer, als Segeln, man “leidet” also länger!). Aber da die Yacht beim Segeln “schräg” liegt, denken Viele, daß es besser würde, wenn sie wieder “gerade” ist (=motort wird).

Wenn man sich einmal die Druckverhältnisse beim Segeln anschaut und nach einer Erklärung dazu weiß, daß eine moderne Segelyacht kaum “umfallen” (kentern) kann, gewinnt schnell die Erkenntnis, daß “schräg Segeln” keinen Grund zur Unsicherheit bietet, im Gegenteil. Oft geht es dann besser oder das Unwohlsein verschwindet völlig. Zwar kann Seekrankheit dann bei zunehmendem Seegang durchaus wieder auftreten, manchmal auch nur für kurze Zeit, aber bei den Verhältnissen, die wir an Bord unserer Yachten “normalerweise” erleben, geht es den meisten bald besser, wenn sie das wissen und sich langsam an die Schiffsbewegungen gewöhnen (können).

Chemische Präparate gibt es in jeder Apotheke, die nutzen jedoch nur etwas, wenn man die VOR Start der Tagesetappe nimmt. Zwar wird einem vielleicht nicht oder weniger schlecht, dafür läuft man immer “wie in Watte” herum, auch NACH dem Anlegen bleibt man “gedämpft”.

Daher bin ich kein Freund solcher Mittel, und empfehle, erst einmal auszuprobieren, wie man ohne zurechtkommt.

Denn: Das Gleichgewichtssystem “lernt” meistens recht schnell mit der neuen Umgebung variabel umzugehen, zudem haben wir mit Akkupressurarmbändern (im Segler-Fachhandel) sehr gute Erfahrungen gemacht! Ob die nun physiologisch oder nur “psychologisch” wirken, ist ja egal – was wirkt, wirkt…
Dasselbe gilt für diverse andere “Geheimtios”, die mal wirken, und mal nicht. So kursiert der Tip, man solle sich einen Gehörgang mit einem Wattebausch oder gerollten Tempo verstopfen – das würde helfen. Ausprobiert habe ich es noch nicht, aber wenn es als (psychologisches) Placebo wirkt…nur zu, schaden kann es nicht.

Ein Trost für Seekranke: kaum ist die Yacht ruhig im Hafen, rennt der/die eben noch seekranke Segler/in in die nächste Taverne und futtert mit Heißhunger, da es ihm SOFORT wieder gut geht, wenn das Gehirn wieder “richtige” Informationen bekommt, wo “oben” und wo “unten” ist!

Ersten Symptomen der Seekrankheit wie Gähnen, erstem Schwindelgefühl, flauem Magen, sollte man sofort richtig begegnen, zunächst mit einer entsprechenden Vorbereitung: vorherige Nahrung richtig zusammenstellen, Rotwein (und auch sonst Alkohol) meiden. Wenn man erst einmal merkt, daß man seekrank wird, iste s meist zu spät – übrigens auch für Medikamente! Da muss man dann durch.

Wenn man es überhaupt nicht in den Griff bekommt, kann man immer noch vor (!!) dem nächsten Auslaufen mit Tabletten den restlichen Törn überstehen.

Medikamente: oft empfohlen wird das histaminabbauende Cinnarizin, welches es rezeptfrei in der Apotheke gibt. In Kombination mit Vitamin C (auch in Tablettenform) kann das durchaus helfen, zumindest Symptome mindern.

Scopolamin, das meist gegen Seekrankheit benutzt wird, hat keine histaminabbauenden Substanzen, sondern wirkt lediglich dämpfend! (und eben leider auch NACH Ankunft im Hafen…)

Histamin –  wo kommt es her, was dagegen tun?

Histamin ist ein “biogenes Amin”, das durch den bakteriellen Abbau der Aminosäure Histidin ensteht.

Blockiert (oder reduziert)  man die Histamin-Produktion im Gehirn, tritt Seekrankheit nicht auf.

Schweine werden nicht seekrank, denn diese haben  ein Enzym namens DAO, welches Histamin neutralisiert. Es nutzt jedoch nichts, sich lediglich wie ein Schwein aufzuführen…*Spässle*

Also sollte man   histaminhaltige Nahrung meiden (siehe unten) bzw . solche Nahrung zu sich nehmen, die Histamin abbaut.

Stress (z.B. Angst auf dem Schiff) führt ebenfalls zur Ausschüttung von körpereigenem Histamin

Histaminhaltig sind: Spinat, Tomaten, Rotwein, Bier und Weizenbier, haltbar gemachte Nahrung wie Salami, Hartkäse, Dosen-Thunfisch, Ketchup, Pizza usw.

Histaminarm sind frischer Fisch und Fleisch, Frischkäse, Obst

Vitamin C baut Histamin am schnellsten ab! Daher empfiehlt sich, Vitamin-C-reiche Nahrung essen und histaminhaltige Nahrung vermeiden. Also kann man auch Orangen, Kiwi oder Äpfel gut essen, das hilft – übrigens auch durchaus lindernd, wenn man schon Symptome bemerkt!

Es ist also nicht der Sehapparat alleine, der Seekrankheit ausmacht, denn auch Blinde können seekrank werden. Die Ursache der Seekrankheit hat  auch mit dem Gleichgewichtssinn und den gleichzeitig von Auge und Gleichgewichtsapparat ans Gehirn gelieferten, aber inkonsistenten Informationen zu tun. Sind diese Informationen nicht stimmig, wird man irritiert=seekrank

Keine Sorge: die Yacht kippt nicht um! Eine große Hilfe ist es, wenn man die physikalischen Abläufe auf und mit einem Schiff versteht: warum wird es jetzt schräg, aber warum kann es nicht umfallen, im Gegenteil: es wird stabiler… Also machen Sie sich mit dem  physikalischen Ablauf der Schiffsbewegungen vertraut.

Vorteilhaft ist es,

  • mittschiffs in Fahrtrichtung stehen, dies kann Seekrankheitssymptome   vermeiden oder mildern.
  • Gehen Sie ans Ruder, fixieren Sie einen festen Punkt (Land) am Horizont.
  • Kauen Sie z.B. trockene, salzhaltige Kekse oder Zwieback,
  • trinken Sie stilles !) Wasser.
  • Nicht Lesen,
  • nicht runtergehen
  • bzw. wenn, dann schiffsmittig hinlegen
  • für Frischluftzufuhr sorgen und
  • Eimer bereitstellen
  • Küchentücher und
  • stilles Wasser.

Sollten Sie Erbrechen, sofort wieder Trinken und Kekse oder Zwieback kauen, damit der Magen  nicht leer wird. Mit leerem Magen erbricht man Magensäure und hat erhebliche Schmerzen.

Wenn Sie auf Deck bleiben, was ohnehin besser ist, SOFORT Lifebelt und Schwimmweste anziehen und sicher anleinen. Eine nicht seekranke Person muss (!) sie betreuen

Eine interessante Untersuchung hat Prof.Dr.Reinhart Jarisch in seinem Buch “Histamin-Intoleranz – Histamin und Seekrankheit” veröffentlicht.

In einem Artikel in der deutschen Seglerzeitschrift YACHT 1/05 S.34-39 werden die wesentlichen Auszüge dargestellt.

Yachtango Yachtcharteragentur


Griechenland – SBF See verifizieren!

Revierinfo Griechenland Posted on 20 Aug, 2019 16:53:18

In den NAUTISCHEN NACHRICHTEN findet sich in Ausgabe 2/2019 ein interessanter Hinweis: in Griechenland gilt der amtliche deutsche SBF-See nicht automatisch als anerkannt, sondern es bedarf einer Bestätigung in griechischer Sprache.
Um den damit verbundenen Schwierigkeiten bei einer eventuellen Kontrolle durch Coast Guard oder Port Police aus dem Weg zu gehen, sollte man sich bei einem Griechenland-Törn von der deutschen Botschaft in Athen eine Bestätigung besorgen, daß der SBF-See anzuerkennen ist. Diese Bestätigung wird in deutsch und griechisch ausgereicht!

Hintergrund: der SBF-See wird nur in den Mitgliedsstaaten der UNECE anerkannt, jedoch hat Griechenland dieses Abkommen nicht ratifiziert.
Daher gilt in Griechenland die Regelung:
(Zitat, gekürzt:) “Anerkannt wird eine… im Ausland ausgestellte Erlaubnis … die von einer staatlichen Stelle des Ausstellungslandes ausgestellt oder offiziell anerkannt worden ist. Der Inhaber ist bei einer Kontrolle verpflichtet, eine offizielle Übersetzung der im Ausland erworbenen Erlaubnis beizubringen, begleitet von einer Bestätigung der entsprechenden Botschaft oder konsularischen Behörde, wonach die ausstellende behördliche Stelle hierfür offizielle in dem entsprechenden Land anerkannt worden ist.(Zitat Ende)
Demzufolge müsste auch der SBF-See selbst übersetzt und beglaubigt mitgeführt werden!
Quelle: Nautische Nachrichten der Kreuzerabteilung

Soweit die Regelung zum SBF-See! Es betrifft aber IMHO auch den SKS.

Diejenigen Skipper, die bislang mit einer “kroatischen Segellizenz” in Griechenland auch chartern und/oder segeln konnten, dürften demzufolge vermutlich in Probleme geraten, denn der kroatische Segelschein gilt nur für Kroaten außerhalb Kroatiens, aber für nichtresidente Ausländer nur in kroatischen Gewässern.


Die deutsche Botschaft in Athen hat erlaubt, das Bestätigungsschreiben hier zu publizieren, Sie können es also auch von hier herunterladen und ausdrucken!
Es wird empfohlen, auch den SBF-See übersetzen und beglaubigen zu lassen und bei den Schiffspapieren mitzuführen

Der Skipper der Segelyacht SIONED hat bereits im Juni 2019 Kontakt zu griechischen Behörden gesucht und ein Schreiben in griechischer Sprache erhalten, welches ausdrücklich klarstellt, welche Führerscheine übersetzt werden müssen. Es empfiehlt sich, auch dieses Schreiben herunterzuladen und bei den Bootspapieren mitzführen – für alle Fälle.
Hier geht´s zum Dokument

Für österreichische und schweizer Segellizenzen sind entsprechende Anfragen an DEREN Auslandsvertretung zu richten – hier kann diesbezüglich keine (Rechts)Auskunft erfolgen! Danke für Ihr Verständnis!

Yachtango Yachtcharteragentur



Bootssteuer Griechenland TEPAI und DEKPA

Revierinfo Griechenland Posted on 23 Jun, 2019 18:00:21

Seit 2019 wird in Griechenland eine Bootssteuer erhoben.

Neben dem Jahrestransitlog für Eigner, die ihr Boot permanent in Griechenland haben , dem DEKPA, wird nun alljährlich eine Bootssteuer nach Bootslänge berechnet und fällig, genannt TEPAI.

Wie diese berechnet und bezahlt wird, ist leider sehr kompliziert.

Der Skipper von SIONED hat dies auf seiner website ausführlich erläutert, hier kann man es nachlesen [click]

Yachtango Yachtcharteragentur



Giftige Fische im Mittelmeer

Revierinfo Griechenland Posted on 15 Jun, 2019 16:08:20

Die griechische Port Police warnt aktuell (Juni 2019) vor dem Auftauchen eines neuen “Eindringlings” in griechische Gewässer bzw. ins Mittelmeer:

Nahe bei Aghios Fokas, an der Südostküste von Kos wurde der giftige Skorpionfisch , auch Löwenfisch genannt, gesichtet.
Wie der Name schon sagt, hat dieser äußerst gifte und schmerzhafte Stacheln, deren Gift erhebliche Vergiftungserscheinungen, allergische Schockzustände bis hinzum Tod auslösen können!

Die Port Police warnt dringend davor, diese Fische zu fangen und anzufassen.
Da diese Fische keine Feinde im Mittelmeer haben, breiten sie sich extrem schnell aus: ein Weibchen legt mehrere Millionen Eier pro Jahr. Die aggressiven Räuber vernichten die lokalen Fischbestände und sind eben auch für Menschen gefährlich!

Wenn gesichtet, bitte die Port Police dringend um schnellstmögliche Mitteilung der Position, damit sofort ausgebildete Taucher danach suchen und die bereits vorhandenen Bestände sowie deren Gelege eliminieren können!

Weitere Info dazu auf meiner website

https://www.yachtango.com/deutsch/griechenland/skorpionfisch.html

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In diesem Zusammenhang sei ebenfalls auf die Warnung vor dem hochgiftigen Kugelfisch verwiesen, die bereits seit einigen Jahren besteht. Immer wieder kommt es zu Fängen und Sichtungen, die Gefahr ist also nicht vorüber.
Lesen Sie dazu mehr auf meiner Seite

https://www.yachtango.com/deutsch/griechenland/fugu.html

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Chartern Sie doch mal eine Segelyacht bei mir. Fragen Sie über meine website YACHTANGO an, was Sie suchen und ich schicke Ihnen persönlich ausgewählte Yachtangebote oder klicken Sie hier auf das Logo, um zur website von CHARTERPARTNER zu gelangen



Türkei erhöht Charterlizenzkosten

Revierinfo Türkei Posted on 25 Apr, 2019 12:05:15

Ab 2019 gelten neue Regularien für Charterlizenzkosten in der Türkei.

Die bisherige Jahreskojensteuer wird durch eine bis zu 7x höhere Charterlizenzgebühr ersetzt.

Dies wird die Vercharterung von nicht-türkisch beflaggten Schiffen an der türkischen Küste drastisch erschweren, da dies ja auf die Charterpreise umgelegt werden wird.

(more…)



Yachtsteuer Griechenland

Revierinfo Griechenland Posted on 12 Apr, 2019 15:44:53

Ab April/Mai 2019 soll die seit Jahren immer wieder verschobene Yachtsteuer, abgekürzt TEPAI eingehoben werden.
Hier sind die entsprechenden Regularien:
https://www.aade.gr/sites/default/files/2019-03/FAQs_enTEPAI.pdf



Vorsicht bei technischen Ausfällen in Griechenland

Revierinfo Griechenland Posted on 28 Sep, 2018 11:41:12

In Griechenland ist aktuell bei technischen Problemen Vorsicht geboten: In 2018 gab es nach Berichten zwei Fälle, in denen griechische Behörden für “offiziell” bekannt gewordene technische Probleme bei Yachten die Crews am Auslaufen gehindert hat. Als Grund wurde mangelhafte Seetüchtigkeit behauptet.
Nur durch ein technisches Gutachten zur Seetüchtigkeit wurde die Yacht wieder freigegeben.
Wer also einen Defekt hat, welcher die Yacht “seeuntüchtig” macht, z.B. Verlust des Propellers oder einen Defekt, der den Motor beeinträchtigt (Impeller, Anlasser) muss befürchten, an die Kette gelegt zu werden.
Dass Segelyachten ja zum SEGELN auch ohne Motor gebaut werden, wird hier nicht bedacht.
Man sollte also vermeiden, “offizielle” Hilfe in Anspruch nehmen zu wollen (Coast Guard, Port Police), wenn man eigene Reparaturen privat macht oder veranlasst.
(Quelle: YACHT September 2018)



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